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4 Tipps für Abfallvermeidung in der Gastronomie

Da unsere Bevölkerung weiter wächst, wird es immer wichtiger, dass wir Wege finden, unseren Abfall zu reduzieren. Zero Waste ist die vollständige Vermeidung der Entstehung von Abfall und eine wachsende Bewegung, die immer mehr Menschen, sowie auch Gastronomen für sich entdecken. Es gibt viele Möglichkeiten, Abfall zu vermeiden und sie kann auf das Gastronomiekonzept zugeschnitten werden. Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, Ihre Umweltbelastung zu reduzieren, ist die Abfallvermeidung ein guter Anfang. In diesem Blogbeitrag finden Sie Tipps, wie Sie in ihrem Restaurant damit anfangen können!

Weshalb überhaupt Zero Waste?

Zwölf Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle landeten 2019 in Deutschland im Müll. Aufgrund des Aspektes der Klimakrise ist dieser Wert deutlich zu hoch. Die Gastronomie ist für 14% dieser Abfälle verantwortlich. Dazu kommen noch die Verpackungsabfälle, die vor allem durch die immer größere Bedeutung des Take-Away-Trends in den vergangenen Jahren angestiegen sind. Ein durchschnitts Restaurant in Deutschland produziert ca. 30 Liter Abfall pro Stunde. Natürlich klingt das Thema Zero-Waste vor allem für Gastronomen utopisch, doch ein Anfang ist immer schwer und auch Less-Waste kann bereits ein Anfang sein. 

Es gibt bereits Restaurants, denen es gelungen ist, den Wert von 30 Liter pro Stunde auf 1 Liter in der Woche reduzieren konnten. Diese schrittweise Reduzierung von Abfällen führt zur Schonung der Ressourcen und trägt unmittelbar zum Umweltschutz bei. Vor allem beim vermeiden von Lebensmittelabfällen, sind unter anderem auch große Kosteneinsparungspotentiale vorhanden. Zudem ist ein Less- oder Zero-Waste-Konzept, eine Möglichkeit neue Gäste anzusprechen und zu gewinnen.

1. Lieferantenauswahl

Müll komplett zu vermeiden ist für Gastronomen sehr schwierig. Problematisch ist vor allem die Abhängigkeit zu den Lebensmittellieferanten und Verpackungskonzepten.

Eine Lösung kann sein, das vorhandene Lieferantenportfolio zu prüfen und notfalls anzupassen. Prüfen Sie ob mit bestehenden Lieferanten plastikfreie oder recyclebare Verpackungskonzepte vereinbart werden können. Falls das nicht möglich ist, ist darüber nachzudenken eventuell nach einem Alternativen Lieferanten Ausschau zu halten. In jedem Fall ist es wichtig ein breit gefächertes Portfolio aufzubauen. Wenn ein Produkt nicht nachhaltig beschafft werden kann, gäbe es noch die Möglichkeit diese Produkte entweder zu ersetzen oder vielleicht sogar selbst anzubauen. 

2. Mehrweg Lösungen

Durch Mehrweg Artikel wird Abfall bei der Außer-Haus-Verpflegung überfällig. Der Klassiker sind dabei Mehrweg Kaffeebecher oder Mehrweg Essensboxen. Dabei gibt es zwei verschiedene Konzepte; entweder die Gäste bringen ihren eigenen Becher/Boxen mit oder es wird mit einem Mehrwegsystem gearbeitet. Das bedeutet, dass der Kaffee oder die Mahlzeit in wiederbefüllbaren Pfandbechern oder Pfandboxen ausgegeben wird. Bei einem solchen System gibt es neben der Abfallvermeidung zwei weitere positive Begleiterscheinungen. Zum einen entsteht durch das Pfandsystem eine Kundenbindung, zum anderen resultiert aus der Wiederverwendbarkeit ein Kostenvorteil gegenüber Einwegverpackungen.

Auf unserem Online-Marktplatz finden sie mit FairCup genau ein solches Pfandsystem für Restaurants, Bäcker, öffentliche Einrichtungen, Kantinen, Tankstellen, Festivals und Stadien. Die Pfandbecher und Boxen sind in Deutschland produziert, 100% recyclebar und Spülmaschinenfest und somit bis zu 1000 mal wiederverwendbar.

Den FairCup müssen Sie nicht kaufen, Sie können ihn einfach “leihen”. Die Menge an Bechern und Boxen stimmen Sie nach Bedarf mit FairCup ab. 

Lesen Sie gerne auch unseren ausführlichen Artikel zum Thema Pfand-Mehrwegsystem, Müll im Außer-Haus-Markt und welche Alternativen es gibt, mit dem FairCup: Ein Pfand-Mehrwegsystem – vielseitig einsetzbar.

FairCup

Mehrweg-Pfandsystem
für Lebensmittel

Helfen Sie mit, Müll zu vermeiden und präsentieren Sie sich Ihren Kunden als nachhaltig handelndes, umweltbewusstes Unternehmen!

Weitere sinnvolle Mehrweg Lösungen für Gastronomen stellen Backmatten statt Backpapier, Trocken- statt Flüssigseife sowie der Einsatz von abwaschbare Servietten und Handtücher statt Papier Lösungen dar.

3. Planen des Bedarfs und Lagerung von Lebensmitteln

Um Lebensmittelabfälle zu reduzieren müssen Sie herausfinden, wieso diese überhaupt entstehen. Dabei sind vor allem die Ursachen, für überschüssige Lebensmitteln relevant.

Nur so können sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung des Abfalls realisiert werden. Durch genaue Planung und Analyse des Kundenbedarfs, kann das Angebot entsprechend angepasst werden, sodass weniger Abfälle entstehen. Des weiteren ist eine Planung und Übersicht über den Lagerbestand an Lebensmitteln wichtig. Was am längsten im Lager liegt, sollte als erstes Verbraucht werden. Die richtige Lagerung ist essentiell um die Produkte so lange wie möglich verwenden zu können. 

4. Re- und Upcycling

Fette und Speiseöle sollten Sie entweder in einem verschlossenen Behälter im Restmüll entsorgen oder von einem Entsorgungsunternehmen abholen lassen. Im Gegenzug können Sie für Abfälle sogar noch Geld bekommen, denn wenn recycelt können mit Ölen und Fetten beispielsweise Blockheizkraftwerke beheizt oder Bio-Kraftstoffe hergestellt werden. 

Falls es nicht anderes möglich ist und Papierprodukte beschafft werden müssen, ist darauf zu achten, dass die Produkte aus Recycling-Material hergestellt sind.

Um Trinkwasser zu sparen sollten Sie Recycelbare Verpackungen vor dem wegschmeißen nicht auszuspülen. Dies ist für den Abfall-Recycling Prozess nicht notwendig. 

Essensreste können ebenfalls wiederverwendet werden. Wenn noch genießbar lässt sich Obst zum Beispiel zu Marmelade oder Smoothies weiterverarbeiten. Haben Sie jedoch keinen Wiederverwendungszweck für übrig gebliebene Lebensmittel, ist eine Lösung diese an Institutionen wie die Tafel zu spenden. Ungenießbare Reste können Kompostiert werden. 

Auch bei der Einrichtung der Gaststätte oder Restaurant gibt es die Möglichkeit mit Recycling zu arbeiten. Statt alles mit neuer Möbel auszustatten, kann es durchaus eine smarte Idee sein, passend zum Low-Waste-Konzept das Lokal mit Vintage-Stücken oder Upcycling Materialien einzurichten. Dies bringt neben einem gewissen Charme auch den Aspekt der Nachhaltigkeit mit ein.

Diese 4 Tipps, sollten ein guter Ausgangspunkt sein, um darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Lebensmittelabfälle reduzieren können. Denken Sie daran, dass das Ziel nicht nur darin besteht, die Verschwendung von Lebensmitteln und Wasser zu verringern, sondern auch dafür zu sorgen, dass das eingesparte Geld in die Taschen von Unternehmern wie Ihnen zurückfließt.

Haben Sie noch andere Methoden oder Ideen zur Reduzierung von Abfällen? Wir würden uns freuen, sie zu hören!

Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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